Baqend - Startup des Tages #12

#StartupPitches: Das Hamburger #Startup Baqend möchte ein Internet ohne Ladezeiten schaffen. Wenn Webseiten zu langsam laden, leidet nicht nur das Ranking im Google Algorithmus, auch viele Kunden springen bei langsamen Webseiten ab. Dies und vieles mehr hat uns Gründer Felix Gessert berichtet.

Posted by Startup TV on Montag, 7. November 2016

WAS IST BAQEND?

Wir sind ein Cloud-Service für die Web- und Appentwicklung mit dem Ziel den Entwicklungsprozess schneller zu machen und Webseiten und Apps schneller auszuliefern. Das heißt unser erklärtes Ziel ist es, ein Internet ohne Ladezeiten zu schaffen. Indem also Endnutzer Webseiten aufrufen indem sie Ladezeiten gar nicht mehr wahrnehmen können. Wir wollen Entwicklern und Softwarefirmen und Startups das technische Werkzeug dafür geben, solche Anwendungen zu realisieren.

WELCHES PROBLEM LÖST IHR MIT BAQEND?

Das Problem das viele moderne Webseiten haben ist, dass sie immer komplexer werden und deshalb höhere Ladezeiten haben.Eine durchschnittliche Webseite macht sehr viele einzelne Anfragen, die alle dazu führen, dass am Ende die User da sitzen und darauf warten, dass diese Seite lädt. Was wir anders machen ist, dass wir diese Daten aus denen solch eine Webseite besteht dichter an den Nutzer heranbringen.

Damit die Daten schneller ausgeliefert werden. Das heißt wir können da im Schnitt Verbesserungen erzielen, die sich in einem Faktor fünf bis zehn bewegen. In Branchen wie e-Commerce, wo Nutzer extrem sensibel darauf reagieren wie schnell so eine Seite lädt, können wir riesen Vorteile dadurch erzielen, dass die Seite sehr dicht am Nutzer liegt und sofort ausgeliefert wird.

WIE IST DIE IDEE ENTSTANDEN?

Die Idee stammt ein bisschen aus der Forschung. Wir sind ein Spin-off der Datenbankforschungsgruppe der Uni Hamburg und wir haben vor fünfeinhalb Jahren in der Bacehlorarbeit die Frage versucht zu beantworten, wie kann man eigentlich die Internetinfrastrukturen dafür benutzen, beliebige dynamische Inhalte schneller auszuliefern. Das Konzept das dabei rauskommt und dass wir dann über fünf Jahre weiterentwickelt haben, war eigentlich das man bestehende Webinfrastruktur auf eine neue Weise verwendet, indem man dynamische Daten auch hinterlegen kann und jederzeit nur sicherstellen muss, dass diese Daten immer aktuell sind. Wenn man diese Vorarbeit nimmt und darauf dann einen Cloud-Service setzt hat man genau das Produkt von einer Plattform, die man für beliebige Anwendungen nehmen kann und damit schnellere Ladezeiten in kürzerer Zeit hinzubekommen.

WO STEHT IHR GERADE UND WO WOLLT IHR HIN?

Wir stehen gerade an dem Punkt, wo unser Service seit einem halben Jahr online ist. Das heißt wir haben die ersten produktiven Anwendungen, die darauf laufen und erfolgreich sind. Wir haben jetzt einen Vorlauf von mehreren öffentlichen Förderprogrammen durchlaufen, die uns noch finanzierungsmäßig für ein halbes Jahr tragen. Sind daher dabei unsere erste Finanzierungsrunde zusammenzustellen, damit wir uns wirklich dediziert um Produktentwicklung kümmern können und nicht nebenher ein Dienstleistungsgeschäft machen müssen. Das heißt unser nächster Schritt wird sein, das Produkt weiter auszurollen und international an der Markt zu bringen. Da wo wir uns in drei bis fünf Jahren sehen ist eigentlich, dass wir in diesem neu entstehenden „Backend as a service“-Markt, dieser Serverless-Markt, ganz klar diese Nische von Highperformance-Apps, Highperformance-Websites, die wollen wir komplett besetzen, weil wir einfach extrem viel schneller sind, als alles was es da gibt.

WAS UNTERSCHEIDET EUCH VON DER KONKURRENZ?

Das ist eine ausgezeichnete Frage. Der Markt den wir da adressieren, nennt sich „Backend as a Service“. Lauf Marktforschungsunternehmen hat der so ein grobes Volumen von knapp zwei Milliarden US Dollar. Verdoppelt sich ungefähr jedes Jahr noch. Wir haben da einige Konkurrenten gerade aus Amerika die sehr stark sind. Der entscheidende Unterschied ist, wir sind um Faktor 6 bis 10 schneller als diese Konkurrenten. Um das mal ins Verhältnis zu setzen. Amazon hat mal ein Experiment gemacht, bei dem sie untersucht haben, wie verhalten sich Nutzer, wenn die Seite 0,1 Sekunde langsamer lädt. Das Ergebnis war: Ein Prozent des Umsatzes gehen zurück, was auf die Größe von Amazon gerechnet soviel heißt wie knapp über eine Milliarde an Verlusten. Wenn man das jetzt mal ins Verhältnis setzt. Wenn bei uns eine Webseite eine Sekunde lädt, dann lädt sich bei den Konkurrenten sechs bis zehn Sekunden, das heißt da stecken geldmäßig gigantische Summen dahinter, wenn wir von e-Commerce zum Beispiel ausgehen. Wir sehen da ein sehr gutes Standing gegenüber der Konkurrenz, weil wir einfache einen sehr klar abgegrenzten USP haben, wir sind sehr viel schneller. Und dass wollen wir ausspielen um die Kunden von diesen Konkurrenten zu uns rüberzuholen.

WIE SIEHT DAS GRÜNDUNGSTEAM AUS?

Das Team ist ein Punkt auf den wir ziemlich stolz sind. Wir sind drei Informatikgründer und ein BWLer. Mit meinem Kollegen Florian Bücklers mit dem ich zusammen studiert habe, haben wir diese Idee seit unserer Bachelorarbeit gemeinsam entwickelt für ungefähr drei Jahre. Und dann gemeinsam gegründet. An Bord geholt haben wir uns einen weiteren Informatiker, der mit uns studiert hat, Hannes und ein BWLer, den wir auch schon lange kennen und der aus einer erfolgreichen Unternehmerfamilie kommt und damit den nichttechnischen Teil bei uns übernehmen sollte, der Malte. Wir haben also ein sehr gutes Gründerteam mit drei sehr technischen Leuten und einem Betriebswirt und dass ist glaube ich für unser Produkt die richtige Ausrichtung. Wir sind sehr techniklastig, brauchen aber natürlich ein bisschen betriebswirtschaftliche Expertise, was den Markt, Finanzierung und dergleichen betrifft. Aber unser Kern wird immer die Technik sein.Deshalb haben wir in unser Team noch einen weiteren Mitarbeiter reingeholt, der hatte bei uns eine Masterarbeit geschrieben, war Jahrgangsbester Informatikstudent und weil er einfach unsere Technologie spannend fand, konnten wir ihn gewinnen bei uns im Startup mitzumachen. Somit sind wir was das Team betrifft technischextrem gut aufgestellt.

WIE IST BAQEND FINANZIERT?

Wir sind momentan noch finanziert durch ein Programm der Stadt Hamburg, dass sich InnoRampUp nennt, da gibt es so eine Investitions- und Förderbank Hamburg, die innovative Startups bis zu 150.000 Euro finanziert ohne dafür Anteile zu nehmen. In diesem Programm sind wir momentan drin,sind aber dabei unsere erste Finanzierungsrunde einzuleiten, weil wir eben einfach das Produkt skalieren wollen ohne uns ablenken zu lassen, durch Projektgeschäft selber Einkommen auf einem stetigen Weg zu erzielen. Das heißt wir wollen uns diese Freiheit haben, weiter an dem Kernprodukt zu entwickeln, solange bis das Produkt selber so gewinnträchtig ist, dass wir davon das Team und das Startup weiter skalieren können.

Website des Startups

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

*